Arbeitszeugnisse selbst
gestalten
Irgendwann ist es soweit: Als Chef müssen Sie
einem scheidenden Mitarbeiter ein Zeugnis ausstellen - kein angenehmer Job. Das Zeugnis
soll ja sowohl wahr als auch wohlwollend sein. Je leichteren Herzens man seinen
Angestellten ziehen läßt, desto schwieriger wird die Formulierung des Zeugnisses. Je
härter man sich andererseits tut, eine gute Kraft gehen zu lassen, desto einfacher ist
es, ein Zeugnis auszustellen.
Viele Chefs bieten ihren Arbeitnehmern an, sich
selbst ein Zeugnis auszustellen, was er, der Chef dann einfach unterzeichnen wird. Dann
liegt der schwarze Peter beim Angestellten. es gilt, ein Zeugnis auszustellen, das einem
möglichst alle Zukunftschancen offenläßt. Man sollte also keine falsche Bescheidenheit
üben und sich guten Gewissens ins rechte Licht setzen. Andererseits sollte man aber auch
nicht zu dick auftragen und sich nicht über den grünen Klee loben: Denn Rücksprachen
des neuen Arbeitgebers mit dem alten können einige künstlich aufgeblasene Seifenblasen
rasch zerplatzen lassen.
Also gilt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber:
Behalten Sie das Augenmaß beim Formulieren des Zeugnisses. Speziell Arbeitnehmer: gehen
Sie nie mehr als eine Note über das hinaus, was sie tatsächlich geleistet haben. Im
neuen Job wird man sonst schnell genug merken, daß das Zeugnis nicht stimmt - wenn sich
die Differenzen nicht sogar schon im Vorstellungsgespräch auftun. Wie man ein Zeungis
formuliert, können Sie unseren Beispielen entnehmen