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Arbeitszeugnisse selbst gestalten

Irgendwann ist es soweit: Als Chef müssen Sie einem scheidenden Mitarbeiter ein Zeugnis ausstellen - kein angenehmer Job. Das Zeugnis soll ja sowohl wahr als auch wohlwollend sein. Je leichteren Herzens man seinen Angestellten ziehen läßt, desto schwieriger wird die Formulierung des Zeugnisses. Je härter man sich andererseits tut, eine gute Kraft gehen zu lassen, desto einfacher ist es, ein Zeugnis auszustellen.

Viele Chefs bieten ihren Arbeitnehmern an, sich selbst ein Zeugnis auszustellen, was er, der Chef dann einfach unterzeichnen wird. Dann liegt der schwarze Peter beim Angestellten. es gilt, ein Zeugnis auszustellen, das einem möglichst alle Zukunftschancen offenläßt. Man sollte also keine falsche Bescheidenheit üben und sich guten Gewissens ins rechte Licht setzen. Andererseits sollte man aber auch nicht zu dick auftragen und sich nicht über den grünen Klee loben: Denn Rücksprachen des neuen Arbeitgebers mit dem alten können einige künstlich aufgeblasene Seifenblasen rasch zerplatzen lassen.

Also gilt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Behalten Sie das Augenmaß beim Formulieren des Zeugnisses. Speziell Arbeitnehmer: gehen Sie nie mehr als eine Note über das hinaus, was sie tatsächlich geleistet haben. Im neuen Job wird man sonst schnell genug merken, daß das Zeugnis nicht stimmt - wenn sich die Differenzen nicht sogar schon im Vorstellungsgespräch auftun. Wie man ein Zeungis formuliert, können Sie unseren Beispielen entnehmen

 

 

© RA G. Kaßing, zuletzt geändert 01.05.1999

Jeder Rechtsfall ist anders, die Gesetze werden laufend geändert und täglich ergehen neue Gerichtsentscheidungen. Bitte haben Sie daher Verständnis dafür, daß wir für die Angaben auf diesen Seiten trotz aller Bemühungen um Aktualität und Genauigkeit  keine Gewähr übernehmen können.

 

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