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Satelliten-Schüssel -
Wann darf der Mieter sie installieren?

Für das heutige Fernsehprogramm gilt: Masse statt Klasse. Dieses Prinzip wird auf den in Deutschland über Antenne und Kabel empfangbaren Sendern dermaßen konsequent befolgt, daß dem qualitätssuchenden Fernsehkonsumenten eigentlich nur eine widersinnige Reaktion bleibt: Man muß für noch mehr Masse sorgen, um aus dem riesigen Angebot wenigstens ein bißchen Qualität herausfiltern zu können. Immer mehr Leute wollen sich aus diesem Grund eine Satellitenschüssel installieren, um so wenigstens eine theoretische Chance zu haben, der Qualitätsverschlankung durch die deutschen Fernsehsender aus dem Wege zu gehen.
Dieses "Recht auf Informationsfreiheit" ergibt sich für jeden Bürger direkt aus Art. 5 Grundgesetz. Jeder hat das Recht, sich auf allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Und was über einen Satelliten über die ganze Welt verstreut wird, ist nun einmal allgemein zugänglich. 
Demgegenüber steht natürlich das Interesse des Vermieters, seine Hausfassade nicht durch zahlreiche graue Salat-Schüsseln, verbunden mit den entsprechenden Bohrlöchern, verschandeln zu lassen. Dieses Recht läßt sich wiederum direkt aus dem Eigentumsrecht des Art. 14 GG ableiten.
In einer Demokratie prallen diese beiden Rechte aufeinander und müssen abgewogen werden. Zum Thema "Parabol-Antennen" hat sich deshalb eine sehr diffizile Rechtsprechung entwickelt, die hier näher erläutert werden soll.

Wer als Mieter eine Schüssel installieren will und wer sich als Vermieter mit dem Problem konfrontiert sieht, für den sind folgende Fragen interessant:

 

 

© RA G. Kaßing, zuletzt geändert 28.01.1999

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